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Selfcare im Alltag Teil 5 - oder der Weg der kleinen Schritte

 

Wenn die Welt schwer wird – und ich trotzdem versuche, mein Leben zu leben

Ich schreibe diesen Beitrag nicht aus einer perfekten, ruhigen Haltung heraus.

Ganz ehrlich:
Auch mir geht es im Moment oft gar nicht gut mit dem, was ich sehe und höre.

Manche Nachrichten lassen mich sprachlos zurück.
Manche machen mich wütend.
Und manchmal fühlt sich alles einfach nur schwer an.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch.


Wenn es einen innerlich durcheinanderbringt

Es ist nicht leicht, mitzubekommen, was in der Welt passiert,
und gleichzeitig den eigenen Alltag weiterzuleben.

Ein Teil von mir möchte hinschauen.
Verstehen. Informiert bleiben.

Und ein anderer Teil merkt ganz deutlich:
Es ist zu viel.

Zu viele Eindrücke.
Zu viele Gedanken.
Zu viel, was ich nicht beeinflussen kann.


Meine Entscheidung (auch wenn sie nicht immer leicht ist)

Ich habe für mich etwas entschieden:

Ich möchte mein Leben trotzdem leben.

Nicht, weil mir egal ist, was passiert.
Sondern weil ich gemerkt habe, dass ich sonst selbst untergehe.

Ich kann nicht alles tragen.
Aber ich kann darauf achten, wie ich mit mir selbst umgehe.


Was mir im Alltag wirklich hilft

Das sind keine großen Lösungen.
Eher kleine, bodenständige Dinge, die mich wieder ein Stück zurück zu mir bringen:


1. Nachrichten bewusst begrenzen

Ich entscheide ganz bewusst, wann ich mich informiere –
und wann nicht.

Nicht ständig zwischendurch.
Nicht direkt vor dem Schlafengehen.

Das nimmt sofort Druck raus.


2. Wieder in den Körper kommen

Wenn Gedanken kreisen, hilft es mir, ganz simpel zurückzukommen:

  • barfuß ein paar Schritte gehen

  • Hände bewusst spüren

  • einmal tief durchatmen

Nichts Kompliziertes. Aber sehr wirksam.


3. Kleine „echte“ Momente zulassen

Ein Kaffee in Ruhe.
Ein kurzer Spaziergang.
Ein Gespräch, das gut tut.

Das Leben besteht nicht nur aus dem, was draußen passiert.


4. Mir erlauben, nicht alles zu tragen

Ich erinnere mich immer wieder daran:

Ich muss nicht die ganze Welt halten.

Ich darf mitfühlen –
aber ich darf mich auch schützen.


Und vielleicht ist das gerade genug

Ich habe keine perfekten Antworten.

Aber ich merke:
Es hilft, mir selbst kleine Inseln zu schaffen.

Momente, in denen es ruhiger wird.
Momente, in denen ich wieder bei mir ankomme.


Für dich

Wenn es dir gerade ähnlich geht:

Du bist nicht alleine.
Und du musst das nicht alles in dir festhalten.

Vielleicht reicht es für heute,
einen kleinen Schritt zurück zu dir zu machen.

Einmal durchzuatmen.
Ein bisschen Abstand zu nehmen.
Und dir selbst zu sagen:

„Ich darf trotzdem leben.“

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