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Selfcare im Alltag Teil 6 - oder der Weg der kleinen Schritte

Wenn Gefühle zu stark werden – und dein Körper dir helfen kann

In meinem letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben,
wie wichtig es ist, bei sich zu bleiben, wenn die Welt im Außen laut wird.

Doch ganz ehrlich:

Manchmal reicht das nicht.

Manchmal sind die Gefühle so stark,
dass sie uns regelrecht überrollen.

Unruhe.
Angst.
Wut.
Ohnmacht.

Und dann hilft es nicht, nur „ruhig zu bleiben“.


Wenn der Kopf nicht mehr hilft

In solchen Momenten passiert vieles im Kopf:

Gedanken drehen sich im Kreis.
Wir versuchen zu verstehen, zu kontrollieren, zu beruhigen.

Doch der Körper ist längst im Alarmzustand.

Und genau dort dürfen wir ansetzen.


Zurück in den Körper – nicht nur in den Kopf

Wenn Emotionen stark sind, brauchen sie Bewegung.

Wenn sich Stille und Ruhe nicht mehr einstellen lassen..

Dann hilft manchmal:

Ausdruck
Bewegung
Entladung


Bewegung als Ventil

Hier gibt es keine Vorgaben..

Du kannst vielleicht einfach:

  • Musik anmachen, die dich anspricht

  • dich frei im Raum bewegen

  • tanzen, wie es sich gerade zeigt

Vielleicht magst du mitsingen bei deinem Lieblingssong-

so richtig aus tiefster Seele heraus.

Du kannst Bewegungen ausführen, ohne zu überlegen,

wie sie aussehen. oder was andere denken.

Dein Körper weiß oft besser als dein Kopf,
was gerade gebraucht wird.

Tanz einfach drauf los.f


Schütteln, lösen, loslassen

Auch ganz einfache Bewegungen können helfen:

  • Arme ausschütteln

  • Schultern lockern

  • den ganzen Körper sanft schütteln

Das kann Spannungen lösen,
die sich unbemerkt aufgebaut haben.


Dich selbst wieder spüren

Vielleicht kennst du Bewegungsformen wie freies Tanzen oder intuitive Rhythmen.

Unterschiedliche Tempi, unterschiedliche Energien – mal ruhig, mal kraftvoll, mal fließend.

Manche lassen sich dabei auch von Ansätzen wie den Bewegungsrhythmen von Gabrielle Roth inspirieren, bei denen der Körper ganz frei auf verschiedene Impulse reagieren darf.

Dabei geht es nicht darum, etwas „richtig“ zu machen.
Sondern darum, dich selbst wieder zu spüren.

Dein Körper darf sich ausdrücken – so, wie er sich im Moment fühlt.

Vielleicht magst du einfach deine Lieblingsmusik aufdrehen
und ausprobieren, was dein Körper gerade braucht.


Und danach: zurück in deine Mitte

Wenn sich die erste Intensität gelegt hat,
kann wieder etwas anderes entstehen:

Innere Ruhe
Entspanntere Atmung
Wieder bei dir ankommen

Vielleicht möchtest du danach einfach sitzen,
die Augen schließen und nachspüren.

Oder dich bewusst auf etwas Gutes ausrichten.


Falls dich in Zukunft wieder einmal

deine Gefühle überwältigen, sage dir:

"Es ist in Ordnung, wenn ich versuche

- in meiner Mitte zu bleiben.

- zu meditieren.
- mich auf Positives konzentrieren.

Aber:

Versuche nicht, dich ruhig zu zwingen, oder

deine Gefühle zu kontrollieren“.


Sondern:

Wenn du merkst, dass dich Gefühle überwältigen:

-  Lass' deinen Körper mithelfen
-  Beweg' dich
-  Atme
-  Schüttel ab, was zu viel ist

Und dann – ganz langsam –
findest du wieder zurück zu dir.

Schritt für Schritt.

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